RETURO
Entsorgungs GmbH
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Müll aus Neapel

Müll-Lieferung aus Neapel beendet

Die Lieferung von Hausmüll aus Neapel in acht kommunale Verwertungsanlagen in NRW wurde wie geplant nach acht Monaten beendet. Ende Februar 2008 kamen in Bonn, Leverkusen und Wuppertal die letzten Container an. Insgesamt wurden im Rahmen der Hilfsaktion für Neapel seit dem vergangenen Sommer 68.084 Tonnen Hausmüll in NRW verwertet. Genehmigt waren 69.500 Tonnen.

Hausmüll aus NeapelDie Lieferung ging zurück auf ein Hilfeersuchen der italienischen Regierung an die Bundesrepublik aus dem Sommer des vergangenen Jahres und war Bestandteil einer bundesweit abgestimmten Nothilfe. Koordiniert und organisiert wurde die Aktion auf Bonner Seite von MVA-Geschäftsführer Manfred Becker unter dem Dach der RETURO, einer Tochtergesellschaft von SWB Verwertung und der AVEA Leverkusen und in Zusammenarbeit mit dem privaten Logistik-Partner MAG in Neuwied. 

Vor allem während der "abfallarmen" Zeit zum Jahreswechsel waren die Mengen aus Italien in Bonn hoch willkommen. Bei den tiefen Außentemperaturen konnte die MVA so wesentlich mithelfen die Fernwärmenachfrage in Bonn zu decken. Zwischen Weihnachten und Anfang März gelangten 10.649 Tonnen in den MVA-Müllbunker.

Vertragspartner war der italienische Staat
Unter Führung der RETURO übernahmen acht kommunale Anlagenbetreiber Kontingente aus Neapel. Vertragspartner auf italienischer Seite war die italienische Regierung, vertreten durch den vom Ministerpräsidenten eingesetzten "Sonderkommissar für den Müllnotstand in der Region Kampanien". An der Verwertung beteiligt waren die Anlagen in Köln, Kamp-Lintfort, Weisweiler, Herten, Düsseldorf, Wuppertal, Leverkusen und Bonn.

Kontrollen vor Ort hatten sich bewährt
ContainerkontrolleNachdem im August 2008 ein Container wegen schwach-radioaktiver Strahlung beanstandet und zurück nach Italien geschickt worden war, wurde die Messtechnik und Logistik umgestellt. Danach verliefen die Transporte bis zum Schluss ohne Zwischenfälle. Bis zuletzt waren die Kontrollmessungen mit RETURO-Personal vor Ort beibehalten.

Die Abfälle kamen in Containern per Bahn nach NRW und wurden anschließend auf kurzem Weg per LKW zu den Anlagen transportiert. In den Genehmigungen war auch festgelegt, dass ausschließlich Hausmüll geliefert werden darf. Dies wurde durch Kontrollen vor Ort sichergestellt. (ws)